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Tura-Jahreshauptversammlung: Ein Verein hält Kurs in bewegten Zeiten

Die Tura-Jahreshauptversammlung wählte das neue Präsidium und den Ältestenrat

Die Tura-Jahreshauptversammlung wählte das neue Präsidium und den Ältestenrat: Dirk Bierfischer (Präsident), Helga Wohlers (Ältestenrat), Gerd Schweizer,  Petra Krümpfer, Manfred Bertram, Manfred Wardenberg (Ältestenrat), Bernhard Ernst, Hans Weiberg und Klaus-Peter Schulz (Ältestenrat), von links. Foto: Ekkehard Lentz

Zufrieden konnten Tura-Präsident Dirk Bierfischer und der sportliche Leiter Gerd Schweizer in ihrem Rückblick bei der Jahreshauptversammlung des Vereins auf zahlreiche sportliche Erfolge verweisen, unter anderem auf drei deutsche Meistertitel der Taekwondosportler.

Besonders anerkannt ist Tura als Stützpunktverein des Programms "Integration durch Sport" und als Dienstleister im Bereich Gesundheitssport. Dieses "Kompetenzzentrum für Gesundheit durch Sport", die inzwischen größte Abteilung des Vereins, müsse, so Dirk Bierfischer, immer wieder neu bestätigt werden. Zugleich gelte es, auch die anderen, traditionellen Sportarten zu fördern. Der Turn- und Rasensportverein will bei zunehmender Konkurrenz durch andere Vereine und Anbieter auch weiterhin die Stärken des Mehrspartenvereins mit 2700 Mitgliedern, 17 Abteilungen und 130 Trainern und Übungsleitern ausspielen. Die Gewinnung neuer Trainer und Übungsleiter, vor allem im Fußballbereich, bleibe auf der Tagesordnung.

Die Pflege der eigenen Sportanlagen in Gröpelingen und in Lesum (Kanusport) stehe auch weiterhin ganz oben auf der Agenda, so Gerd Schweizer, denn diese garantierten den Wohlfühlaspekt für alle Mitglieder. Im Vereinszentrum am Bert-Trautmann-Platz wurde der Seminarraum inzwischen neu gestaltet. Auch die Stromersparnis durch die geplante Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik haben die Tura-Verantwortlichen auf der Liste. Scharfe Kritik äußerte Schweizer an den katastrophalen Zuständen im Sanitärbereich der von Turnern und Boxern des Vereins genutzten Schule am Halmerweg. Die Halle der Bezirkssportanlage an der Lissaer Straße wird nach der zwischenzeitlichen, mehrmonatigen Inbetriebnahme durch Flüchtlinge saniert. Die Laufbahn und der Kunstrasenplatz der Sportanlage seien in keiner guten Verfassung, beklagte Schweizer.

Vizepräsidentin Petra Krümpfer informierte unter dem Motto "Fit für die Zukunft" über das Projekt "Bewegungs-Kindergarten", gemeinsam mit dem Träger "na´kita". Tura hat gegenüber der Bildungsbehörde sein Interesse für den Bau einer Bewegungshalle bekundet. "Bildung und Bewegung gehören zusammen", so die Bürgerschaftsabgeordnete zu der für 2018/2019 anvisierten Angliederung an das Vereinszentrum. Sowohl Krümpfer als auch Schweizer baten um Unterstützung bei dem Projekt "Gröpelingen bewegt sich" (www.groepelingen-bewegt.de). Vor allem das Potenzial der Grünanlagen sollte verstärkt genutzt und mehr Bewegungsmöglichkeiten im Freien geschaffen werden.

Schatzmeister Bernhard Ernst berichtete von einem "guten" Jahresabschluss. Einnahmen in Höhe von 648.171,84 Euro stünden Ausgaben von 625.237,61 Euro im Jahr 2015 gegenüber. Für das laufende Jahr verabschiedete die Versammlung den Wirtschaftsplan in Höhe von 629.160 Euro.

Erstmalig wählte die Jahreshauptversammlung nach der inzwischen vom Amtsgericht bestätigten neuen Tura-Satzung das Präsidium. Gewählt wurden Dirk Bierfischer (Präsident), Petra Krümpfer (Vizepräsidentin), Gerd Schweizer (Vizepräsident Breiten-, Freizeit- und Leistungssport), Bernhard Ernst (Vizepräsident Finanzen und Sponsoring) und Hans Weiberg (Vizepräsident Liegenschaften). Manfred Bertram bleibt Vereinsjugendwart. Als Kassenprüfer wählten die Tura-Mitglieder Monigue Bonanni-Zöller, Vera Merten und Claus Lampe. Den Ältestenrat bilden Helga Wohlers, Manfred Wardenberg und Klaus-Peter Schulz.

Tura organisiert ein Tanztheaterprojekt in den Osterferien vom 29. März bis 3. April. Die Volleyballabteilung organisiert am 9. April ein großes Turnier für Freizeitmannschaften in der Gesamtschule West. Tura unterstützt das Weserwege-Fest am 24. April und beteiligt sich an der Organisation der Schülerläufe auf der Gröpelinger Sportmeile. Die Fußballjugend veranstaltet über Pfingsten, 14./15. Mai, den "Rolf-Roeder-Cup". Am 18. Juni lädt die Kanuabteilung zu einem Tag der offenen Tür in Lesum (Sommer in Lesmona) ein. Ab 23. Juni lädt Tura wieder zu einem interessanten Sommerferienprogramm ein. Als Höhepunkt in diesem Jahr werden die Feierlichkeiten am 3. September anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Tura-Vereinszentrums am Bert-Trautmann-Platz vorbereitet.

Roland Klein neuer Vorsitzender des Sport-Bildungswerks

Roland Klein

Der Hauptausschuss des Landessportbundes (LSB) hat auf Vorschlag des LSB-Präsidiums Roland Klein einstimmig als Vorsitzenden des Bildungswerks des Sports im Land Bremen bestätigt. Bis Ende der Legislaturperiode 2018 wurde Klein auch einstimmig in das Präsidium des LSB gewählt.

Roland Klein gründete 1977 die Sparte Taekwondo bei Tura Bremen, die zahlreiche deutsche Meister, Europa- und Weltmeister hervorgebracht hat. Gleichzeitig baute er die Abteilungen bei Eiche Horn, in Oberneuland und in Delmenhorst auf, später kam noch Sebaldsbrück dazu. Die Gründung des Landesverbandes Bremen war der nächste Schritt.

Neben diesem Engagement übernahm Roland Klein im Gesamt-Verein Tura für einige Jahre die Abteilungsleitung im Budo-Sport (Karate, Judo, Taekwondo), war langjähriger Vizepräsident und sportlicher Leiter und als solcher entscheidend für die Weichenstellung des Vereins in Richtung Gesundheitssportangebote, die mittlerweile mehr als ein Drittel aller Vereinsmitglieder umfassen.

Erfolgreiche Benefiz-Aktion: AOK und ULC spenden 1500 Euro an Tura

Freude über die Spende an Tura Bremen

Freude über die Spende an Tura Bremen: Tobias Jerko (Drachenboot Tura), Dirk Bierfischer (Präsident Tura Bremen), Jörg Twiefel (Stellvertreter des AOK-Vorstands), Thilo Koch (Drachenboot Tura), Norman Maischatz (ULC Fitness Company) und Jennifer Schröder (AOK-Sportkoordinatorin), von links. Foto: Ekkehard Lentz

"Anheuern" hieß eine Benefiz-Aktion von AOK Bremen/Bremerhaven und ULC Fitness Company, bei der Bremerinnen und Bremer auf einem Paddelergometer für den guten Zweck paddeln konnten. 1046 Euro kamen bei der Aktion zusammen. Die auf 1500 Euro erhöhte Spende wurde kürzlich in der neuen AOK-Geschäftsstelle Gröpelingen an den Turn- und Rasensportverein (Tura) übergeben. Bei der Aktion "anheuern" paddelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem in den Studios der ULC Fitness Company eine Minute lang auf dem Ergometer und sammelten so Kilometer um Kilometer für den guten Zweck – insgesamt 104,6 Kilometer. Die AOK und die ULC spendeten dafür je zurückgelegten Kilometer zehn Euro.

Jörg Twiefel, Stellvertreter des Vorstands der AOK Bremen/Bremerhaven: „Unser Ziel war es, die Bremerinnen und Bremer in Bewegung zu bringen und uns mit ihnen gemeinsam für mehr Gesundheit im Bremer Westen zu engagieren. Wir wollen die Gesundheits- und Bewegungsangebote hier vor Ort stärken, schließlich sind wir Ansprechpartner Nummer Eins in gesundheitlichen Fragen. Auch deshalb haben wir eine neue AOK-Geschäftsstelle in Gröpelingen eröffnet."

Das Geld kommt der Kanuabteilung von Tura Bremen zur Förderung des Drachenbootsports zugute und soll die Kinder- und Jugendarbeit stärken. "Die AOK und Tura bilden eine starke Gemeinschaft in Gröpelingen. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame und erfolgreiche Projekte für die Gesundheit im Bremer Westen", begrüßte Tura-Pressesprecher Ekkehard Lentz die erfolgreiche Benefiz-Aktion.

Tura Bremen zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Sporthalle Lissaer Straße

Die Bremer Sozialbehörde bringt in diesen Tagen Flüchtlinge in bremischen Turnhallen unter, in denen Schul- und Vereinssport stattfindet. Sozialsenatorin Anja Stahmann, die gleichzeitig auch neue Sportsenatorin ist, meint, dass es aufgrund der hohen Zugangszahlen von Flüchtlingen aktuell keine Alternativen zur Unterbringung in Sporthallen gibt.

Zu den Notunterkünften gehört die Halle der Bezirkssportanlage (BSA) Lissaer Straße in Gröpelingen. Davon ist auch der Turn- und Rasensportverein (Tura) betroffen. Bereits im Juni hatte Tura ausführlich gegenüber der Sozialsenatorin begründet, dass die Nutzung der BSA-Halle als Unterkunft aus vielerlei Gründen nicht geeignet sei. Das aktuelle spontane Vorgehen der Behörde – ohne Mitwirkung des Landessportbundes und der betroffenen Vereine – stößt auf Kritik des Präsidiums und Hauptausschusses von Tura Bremen.

Der Sportverein Tura beteiligt sich seit vielen Jahren aktiv an der Gestaltung einer Willkommenskultur für Asylbewerber im Bremer Westen. Viele Menschen, die aus den verschiedensten Gründen ihre Heimat verlassen mussten, nehmen an den Angeboten des Vereins teil. Insbesondere im Fußballbereich beträgt der Anteil der Spieler mit Migrationshintergrund in den Mannschaften rund 75 Prozent.

Bewegungsangebote und der organisierte Vereinssport leisten einen wichtigen Beitrag für die Integration und für die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Für diese ehrenamtliche Arbeit müssen Rahmenbedingungen erhalten und ausgebaut werden, aber nicht - wie jetzt im Fall der BSA-Halle - entzogen werden.

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen darf keine dauerhafte Lösung sein. Die Sozialbehörde muss intensiver und kreativer als bisher nach alternativen Unterkünften suchen, zum Beispiel durch die sinnvolle Nutzung leerstehenden Wohnraums.

Präsidium und Hauptausschuss von Tura Bremen rufen alle Mitglieder des Vereins und die Gröpelinger Bevölkerung auf, die neu ankommenden Menschen willkommen zu heißen. Unsere Kritik an der Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen richten wir an die verantwortlichen Politiker in Bundesregierung und Senat.

Zu uns kommen Menschen, die vor Kriegen fliehen - angezettelt von den Mächtigen und Reichen der Welt in ihrem Hunger nach mehr Macht und mehr Geld - geführt mit Waffen aus Europa, aus Deutschland, aus Bremen. Oft ist es aber auch ein trügerischer Frieden, vor dem die Menschen fliehen, weil sie, wie die Roma im Balkan, wegen ihrer Herkunft verfolgt werden, oder weil die Wirtschaft in ihrem Land von der Krise zerstört wurde.

Die Welle der Solidarität mit Flüchtlingen - auch in Bremen - ist beeindruckend. Jetzt muss auch die Politik folgen! Flüchtlinge können nicht länger in Turnhallen untergebracht werden, die nicht nur für Sportvereine und Schulen wichtig sind, sondern auch keine menschenwürdigen Unterkünfte sind. Es müssen schnellstens Häuser im sozialen Wohnungsbau für alle gebaut werden, um eine Wohnungsknappheit und weitere Spannungen auf dem Wohnungsmarkt zu verhindern. Es müssen dringend mehr Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter eingestellt werden, um auf die neuen Anforderungen zu reagieren.

Sechs Monate mit dem Boot auf dem Weg ins Mittelmeer

Brigitte Honnens und Alois Schiele sind langjährige Mitglieder im Turn- und Rasensportverein (Tura) Bremen. Seit einigen Jahren segeln beide über die Weltmeere. Über ihre letzte abwechslungsreiche Reise auf dem Mittelmeer berichteten sie in einem Vortrag.

85 interessierte Zuschauer und Zuhörer segelten mit Honnens und Schiele von Bremen ins Mittelmeer und konnten die sechs Monate dauernde Tour neben den Bildern auch über kleine Videosequenzen nachvollziehen. "Da wischten sich manche Zuhörerinnen und Zuhörer schon einmal gefühlt den einen oder anderen kleinen Wasserspritzer aus dem Gesicht, so authentisch waren diese Sequenzen", freut sich Tura-Pressesprecher Ekkehard Lentz über eine gelungene Veranstaltung im Tura-Vereinszentrum.

Im Vorfeld wurde um eine kleine Spende für das Tura-Integrationsprojekt für Kinder und Jugendliche gebeten. Immerhin 440 Euro kommen nach der Sammlung dem Projekt "Dance 4 Kids" zugute. Brigitte Honnens und Alois Schiele reisen Ende April wieder in Richtung Süden, holen ihr Segelboot aus dem Winterlager und erkunden erneut sechs Monate das Mittelmeer, Land und Leute. Im nächsten Jahr wollen sie bei einem Vortrag die Turaner wieder auf ihre Reise mitnehmen.

Spendensammlung für das Tura-Integrationsprojekt
Die Spendensammlung für das Tura-Integrationsprojekt für Kinder und Jugendliche ergab am Ende 440 Euro. Foto: Sabine Vaje

Spende für die Jugend

Die Frühsportgruppe beim Turn- und Rasensportverein (Tura) Bremen um den Ehrenpräsidenten Peter Sakuth hat Vereinsjugendleiter Manfred Bertram für die Tura-Jugend eine Spende in Höhe von 500 Euro zukommen lassen. Zu der Gruppe gehören: Volker Biere, Manfred Carus, Werner Krone, Willi Klawitter, Jürgen Pohlmann, Dr. Dirk Schröder, Manfred Wardenberg, Uwe Wolf und Wolfgang Zimmermann.

Spende für die Jugend
Werner Krone übergibt im Namen der Frühsportgruppe von Tura einen Spendenscheck an Tura-Jugendleiter Manfred Bertram. Foto: Wolfgang Zimmermann

Gritt Bröning beendet ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei Tura

Gritt Bröning

Die bisherige FSJ-lerin bei Tura, Gritt Bröning, studiert jetzt in New Jersey. Foto: Manfred Bertram

 

Seit September letzten Jahres absolvierte Gritt Bröning ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Turn- und Rasensportverein Bremen (Tura). Die inzwischen 20-Jährige wurde in unterschiedlichen Abteilungen (Studio, Turnen, Fußball) und in der Geschäftsstelle des Vereins am Bert-Trautmann-Platz eingesetzt. Gritt Bröning, selbst aktive Fußballerin in der Frauenmannschaft des ATS Buntentor, organisierte auch das erfolgreiche Fußball-Camp für Mädchen bei Tura in den Osterferien.

"Der wichtigste Sport in meinem Leben ist - seit ich denken kann - der Fußball", und deshalb ist die bisherige "FSJ-lerin" sehr glücklich darüber, dass sie die großartige Chance eines Vollstipendiums der "Fairleigh Dickinson University (FDU)" in New Jersey für vier Jahre bekommen hat. Seit Anfang August studiert sie dort für den "Bachelor of interdisciplinary studies in sports administration". Neben dem Studium verstärkt Gritt Bröning das "women’s soccer team" der FDU in der Division I, der höchsten Collegeliga der USA. Dort wird in der Saison viermal wöchentlich trainiert. Zwei Spiele stehen außerdem auf dem Programm.

Gritt Bröning wohnt auf dem Campus in kleinen Häusern mit anderen Studenten zusammen. Dort wird für Verpflegung, Trainingsausrüstung und Lernmaterialien gesorgt. "Um mir trotzdem etwas eigenes Geld zu verdienen werde ich vermutlich bei einem ’soccer youth program’ als Trainerin einsteigen können", freute sich die bisherige FSJ-lerin bei Tura vor ihrer Abreise.

Gritt Bröning schaut dankbar auf "die tolle Zeit" bei Tura zurück: "Ich habe viele interessante Menschen kennen gelernt, Positives wie auch Negatives an Erfahrungen gesammelt und mich – sei es im Umgang mit verschiedenen Menschen, in meiner persönlichen Entwicklung oder auch im sportlichen Bereich - erfolgreich weiterentwickelt und sehr, sehr viel gelernt. Ich werde das FSJ und den ganzen Verein für immer in sehr guter Erinnerung behalten und schaue jetzt gespannt auf die nächsten vor mir liegenden Jahre."

Gritt Bröning (links) beim Mädchen-Fußballcamp in den Osterferien

Viel Sport, Spiel und Spaß beim Tag der offenen Tür von Tura

Die jungen Taekwondo-Sportler von Tura zeigten in ihren Vorführungen beim Tag der offenen Tür ihr bereits erworbenes Können.
Die jungen Taekwondo-Sportler von Tura zeigten in ihren Vorführungen beim Tag der offenen Tür ihr bereits erworbenes Können. Foto: Manfred Bertram

Viel Sport, Spiel und Spaß bot der "Tag der offenen Tür" beim Turn- und Rasensportverein (Tura) am Samstag rund um das Tura-Vereinszentrum am Bert-Trautmann-Platz/Lissaer Straße.

Nach der Begrüßung durch Tura-Präsident Dirk Bierfischer und Michael Wiatrek, Leiter des Bereichs SpA (Sport, Sportförderung und Bäder) beim Senator für Inneres und Sport, wurden zahlreiche Angebote des Vereins für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vorgestellt. Für Kinder gab es eine Bewegungslandschaft in der Halle, auf dem Außengelände einen Kletterberg und das "Bemil" (Bewegungs- und Ernährungsmobil). Zum Kennenlernen und Ausprobieren für alle stellten sich Badminton, Ringtennis, Boule und Tischtennis einmal ganz anders vor. Die jungen Taekwondo-Sportler zeigten in ihren Vorführungen, was sie schon alles bei ihrem Trainer Tim Glenewinkel gelernt haben.

Am Tisch des Jugendfreizeitheims Gröpelingen wurde „Jakkolo“ gespielt. Das Gesundheits-Studio öffnete den ganzen Nachmittag und informierte über sein umfangreiches Angebot. Am Stand der Polizeiwache wurden Fahrräder registriert.

Entspannen konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen. 15 neue Turaner sparten die Aufnahmegebühr und sind ab sofort als neue Mitglieder in der großen Tura-Gemeinschaft willkommen. "Eine gelungene Veranstaltung", freuten sich der sportliche Leiter von Tura, Gerd Schweizer, sowie Sabine Vaje, die durch das Programm führte.

Das Präsidium dankt den annähernd 70 (!) HelferInnen und Aktiven, die von der Betreuung der Angebote über Vorführungen in der Halle bis zum Kaffee- und Kuchenverkauf zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle auch an den Wirt der Vereinsgaststätte „Steakhaus Jasmin“, der sich spontan entschlossen hat, die Verpflegung und die Getränke für die Helfer und Mitwirkenden zu spenden!

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Tura-Vizepräsidentin Petra Krümpfer, Michael Wiatrek vom Senator für Inneres und Sport, Ade Ogunyena, Präsident Dirk Bierfischer, Gerd Schweizer und Sabine Vaje freuen sich über den gelungenen Tag der offenen Tür bei Tura. Foto: Manfred Bertram

Einweihung „Bert-Trautmann-Platz“ in Bremen

Auf Anregung des Bremer Innen- und Sportsenators wurde ein Platz nach dem am 19. Juli 2013 verstorbenen Bert Trautmann benannt. Der frühere Weltklasse-Torhüter von Manchester City wurde in Walle geboren und Tura Bremen war sein erster Verein.

"Umso naheliegender der Gedanke, den Platz vor dem Tura-Vereinszentrum an der Lissaer Straße nach ihm zu benennen und Bert Trautmann damit posthum besonders zu würdigen", erklärt Tura-Pressesprecher Ekkehard Lentz, der sich schon zu Lebzeiten von Trautmann dafür einsetzte, den Namen und die Geschichte dieser großen Sportler-Persönlichkeit lebendig zu erhalten. Die offizielle Einweihung des Bert-Trautmann-Platzes fand am Dienstag, 11. März 2014, vor dem Vereinszentrum von Tura Bremen statt.

Bert Trautmann ist das Idol vieler Generationen. Als Torhüter sicherte er seinem Klub Manchester City am 5. Mai 1956 im Londoner Wembley-Stadion den Sieg in einem denkwürdigen Pokalfinale - obwohl er die letzte Viertelstunde mit einer schweren Nackenverletzung durchspielte, die erst Tage später als diagonaler Bruch des zweiten Halswirbels diagnostiziert wurde. Später sagten ihm die Ärzte, er hätte gelähmt oder sogar tot sein können. Seitdem gilt er in England als "Hero", als Held.

1956 wurde Trautmann als bester englischer Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Obwohl er in seiner großen Zeit als einer der besten Torhüter der Welt galt, erhielt er nie eine Berufung in die deutsche Nationalelf. Der DFB und der damalige Bundestrainer Sepp Herberger wollten auch für ihn keine Ausnahme von der Regelung machen, dass niemand in der deutschen Nationalelf spielen durfte, der für einen ausländischen Klub tätig war.

Insgesamt 545 Spiele bestritt Trautmann in 15 Jahren bei den "Citizens". Zu seinem Abschiedsspiel am 16. April 1964 führte Trautmann eine Auswahl von Spielern der Manchester-Klubs City und United aufs Feld, die gegen eine englische Auswahl antrat und mit 5:4 gewann. Trautmann hat sich auch nach Abschluss seiner langen Spielerlaufbahn in vielfältiger Weise im Fußball engagiert. Für den DFB und das Auswärtige Amt leistete er in sieben Ländern Entwicklungshilfe. Mit der Nationalelf von Burma (heute Myanmar) qualifizierte er sich für das olympische Fußballturnier 1972 in München. Mit seinem Team war Trainer Bert Trautmann in der Vorbereitung im August 1972 zu Gast bei Tura auf der Bezirkssportanlage Gröpelingen.

In der international tätigen "Trautmann Foundation" widmete er sich später jungen Menschen.

Zertifikat der "Trautmann Foundation"
Im Jahr 2008 erhielt Tura-Pressesprecher Ekkehard Lentz von der "Trautmann Foundation" ein Zertifikat für seine Aktivitäten, den Namen und die Geschichte des großen Torhüters lebendig zu erhalten.

Schwerwiegende Folgen für Tura- Tischtennisabteilung nach Brand in der Fischerhuder Straße

Brand in der Schule an der Fischerhuder Straße
Die Tischtennistische und weiteres Sportmaterial von Tura sind nach dem Brand in der Schule an der Fischerhuder Straße nicht mehr zu retten. Fotos: Birgit Meinke

Die Schäden nach dem Brand in der Silvesternacht sind erheblich in der Schule an der Fischerhuder Straße. In der nächsten Zeit wird kein Unterricht dort stattfinden. Von dem Brand sind nicht nur 300 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer betroffen, sondern auch in besonderem Maße die Tischtennisabteilung von Tura Bremen. Neben den über Nacht fehlenden Räumlichkeiten, in denen über Monate kein Training und keine Punktspiele mehr möglich sind, beklagt Tura hohe materielle Verluste.

Der Gutachter hat den Brandschaden als "Totalschaden" eingestuft. Alles was in den Geräteräumen und Sporthallen lagert, darf nicht wieder verwendet werden. Die eindeutige Aussage der Schulbehörde und des Schulleiters: "Ohne fachgerechte Spezialreinigung mit anschließendem Gutachten, das den unbedenklichen Wiedereinsatz bescheinigt, wird der Einsatz der bisherigen Tische in Schulturnhallen nicht erlaubt." Die Kostenschätzung für diese Reinigung mit Gutachten geht von mindestens 2.500 Euro aus. Darüber hinaus bliebe das Restrisiko, dass die Tische später dann doch nicht bespielbar sind, weil sie durch das Löschwasser und die Reinigungsmittel zu sehr geschädigt wurden.

"Schweren Herzens haben uns diese Sachverhalte zu der Entscheidung gezwungen,unsere zwölf Tische und das verbleibende Material zur Entsorgung freizugeben", erklärt Turas Abteilungsleiterin Birgit Meinke frustriert. Sportgeräte von Tura im Wert von rund zehntausend Euro sind nicht mehr zu retten.

Die Suche nach Alternativstandorten für die Trainings- und Punktspieltermine ist bisher nur teilweise gelungen. Angesichts der völlig ausgebuchten Hallen im Bremer Westen sind weitere Zeiten nur durch den Verzicht anderer Vereine oder Abteilungen des eigenen Vereins möglich. "Wir möchten niemanden vertreiben, hoffen aber auf ein wenig sportliche Solidarität", so Birgit Meinke.

"Spätestens nach den Sommerferien werden wir hoffentlich die Übergangssituation überwunden haben. Dann wird sich auch die Frage der teuren Wiederanschaffung stellen", stimmt Birgit Meinke die Mitglieder der Tischtennisabteilung von Tura auf schwierige Zeiten ein.

Für Rückfragen: Telefon 3961892 oder per E-Mail: tischtennis@tura-bremen.de

Erst Bremen und dann Düsseldorf: Martinshof-Tischtenniscrew trainiert eifrig bei Tura

Auf den Dienstagvormittag freuen sich viele aus der Werkstatt Martinshof. Denn dann geht es Richtung Gröpelingen. Im Vereinszentrum von Tura Bremen an der Lissaer Straße hat die Tischtennis-Gruppe von Menschen mit geistigen Behinderungen unter der Leitung von Guido Häger die Gelegenheit, sich intensiv mit diesem Sport zu beschäftigen. In der kleinen, aber feinen Gymnastikhalle sind sechs Tischtennis-Tische aufgebaut. Es ist zwar etwas eng, wie Guido Häger erklärt, aber es reicht völlig aus.

Tischtennis ist wahrlich kein leicht zu erlernender Sport. „Wäre es einfach, dann hieße es Fußball“ – sagen manche. Es wird viel Koordination verlangt, den kleinen, weißen Ball richtig hin und her zu spielen. Das Auge muss erkennen, wann der Gegenspieler den Ball trifft, wohin er ihn spielt – und blitzschnell muss die Information an den Arm und die Hand weitergegeben werden, um mit dem eigenen Schläger den Ball nicht nur zu treffen, sondern ihn auch auf der anderen Seite des Netzes richtig auf dem Tisch zu platzieren. Da tun sich schon Menschen ohne Behinderung schwer, diese Koordination und Konzentration aufzubringen.

Die Martinshof-Tischtennis-Gruppe im Tura-Vereinszentrum kann das schon ausgezeichnet. Ob im Einzel oder auch im Doppel – alle sind konzentriert bei der Sache. Und: Sie spielen schon wirklich gut.

"Erst Bremen – und dann Düsseldorf": Diese Parole hat Guido Häger ausgegeben, der die Gruppe des Martinshofs als Physiotherapeut betreut. Will meinen – hier wird erst einmal für die Regionalen Spiele der Special Olympics in Bremen (4. bis 6. September auf dem Universitäts-Gelände) trainiert. Und dann sollen sich die Besten für die Bundesspiele der Special Olympics Deutschland, die im kommenden Jahr in Düsseldorf stattfinden werden, qualifizieren. Wer das schafft, steht natürlich noch aus. Nicht alle werden sich qualifizieren, denn auch in anderen Einrichtungen wird eifrig für diese Ziele trainiert. Aber wie immer gilt: Dabei sein ist alles. Und schon das Training ist für alle Ansporn genug. Und Spaß macht es obendrein. Da bleibt niemand sitzen und schaut nur zu. Ob echter Könner oder noch Anfänger mit Problemen – Guido Häger bekommt sie alle unter einen Hut und trainiert eifrig mit, gibt Tipps und Hinweise. Aber immer gilt: Spaß am Sport ist garantiert.

Die Martinshof-Tischtennis-Gruppe im Tura-Vereinszentrum
Die Martinshof-Tischtennis-Gruppe im Tura-Vereinszentrum wird von Guido Häger (rechts) geleitet. Foto: Klaus-Peter Berg

TURA bleibt dabei: Schließung des Goosebads war falsch

Eine Klarstellung zum Thema Westbad/Goosebad

Am 14.1.2013 fand bei der Bremer Bäder GmbH ein Treffen der ehemaligen Nutzer des Goosebads mit Vertretern der Bremer Bäder und des Sportressorts statt, bei dem gemäß Beschluss der Sportdeputation vom 20.12.2012 „eine Abstimmung im Hinblick auf noch zu optimierende alternative Nutzungszeiten und –orte“ herbeigeführt werden sollte. Im Ergebnis kam es – soweit es TURA betrifft – zu kleinen Verbesserungen bezüglich der Zeiten im Westbad. TURA bedankt sich für die Bemühungen der Bremer Bäder und besonders dafür, dass sie zugunsten des Vereins im Austausch eine selbst genutzte Zeit zur Verfügung gestellt hat. Die festgelegten Zeiten werden vom Verein angenommen und genutzt. Der Wunsch nach weiteren Verbesserungen und zusätzlichen Zeiten ist von der Bremer Bäder GmbH registriert worden.

Die Übereinkunft über die Nutzungszeiten im Westbad kann jedoch auf keinen Fall so interpretiert werden, dass TURA von seiner Kritik an der Schließung des Goosebads abrückt oder mit der Lage nach der Schließung zufrieden sein kann.

Mit der politischen Entscheidung gegen das Goosebad verliert der Bremer Westen eine wichtige soziale Einrichtung mit der Folge, dass wichtige wohnortnahe Angebote nicht mehr in ausreichendem Umfang möglich sind.

Die Bedeutung des Goosebads für gesundheitsförderliche Bewegungsangebote, Schwimmgelegenheiten für bestimmte Bevölkerungsgruppen und erste Schwimmlernkurse für Kinder war und ist unbestritten. Dafür spricht auch die Tatsache, dass das Bad auch nach Aussage der Bremer Bäder stets gut ausgelastet war.

TURA hätte das Bad dringend für den Erhalt und den Ausbau seines Gesundheitssportangebots weiter gebraucht. Das bisherige Angebot kann weder quantitativ noch qualitativ aufrechterhalten werden. Aus früher vier Gruppen, die alle für Teilnehmer mit Reha-Verordnung geeignet waren, sind drei Gruppen, von denen nur zwei Reha-geeignet sind, übrig geblieben. Es ist schon eine absurde Situation: ein Verein, der noch im letzten Jahr vom Sportsenator für sein beispielhaftes Engagement im Gesundheitssport ausgezeichnet wurde, muss die kooperierenden Ärzte bitten, keine Reha-Patienten mit Verordnungen für Wassergymnastik mehr zu schicken!

Auch den anderen gesundheitsorientierten Anbietern konnten im Westbad nicht annähernd so viele Nutzungszeiten angeboten werden, wie im Goosebad entfallen sind.

Dass in einem Stadtteil, der für seinen hohen Anteil an türkischen MitbürgerInnen bekannt ist, keine für muslimische Frauen geeigneten Schwimmzeiten mehr angeboten werden können, ist genauso unfassbar wie die Tatsache, dass ein für frühkindliches Schwimmenlernen besonders geeignetes Bad in einem Gebiet geschlossen wird, in dem der Anteil von Nichtschwimmern unter Kindern besonders hoch ist.

Der Beirat Gröpelingen hat sich für den Erhalt des Goosebads eindeutig positioniert. Umso bedauerlicher ist es daher, dass trotz Aufforderung der betroffenen Nutzer und des Beirats von Seiten des Senats keinerlei Anstrengungen unternommen wurden, das Bad zu erhalten. Wir halten dies nach wie vor für einen schweren Fehler und begrüßen daher jede Initiative, die den Erhalt und die baldige Wiederöffnung des Goosebads zum Ziel hat. Wir sind nach wie vor bereit, auf der Grundlage unseres Vorschlags, den wir bereits im Vorfeld der Beratung des Themas im Dezember in der Sportdeputation vorgelegt haben, zusammen mit anderen Interessierten nach einer tragfähigen Lösung zu suchen.

Erstes Seniorenfrühlingsfest kommt gut an

Begrüßung
Präsident Dirk Bierfischer begrüßt die zahlreich ershienenen Gäste

Sein erstes Frühlingsfest für Senioren veranstaltete der Sportverein Tura Bremen am 9. Juni in seinem Vereinszentrum an der Lissaer Straße. Die Idee kam gut an. Seniorensport-Leiterin Jutta Ackermann und Tura-Präsident Dirk Bierfischer konnten 130 Gäste an einer schön gedeckten Kaffeetafel begrüßen.

Das abwechslungsreiche Programm gestalteten die Tura-Tanzgruppe "Chicas Locas" unter Leitung von Roja Tasmim und "Ev" Hoffmann mit einem Bauch- und Schleiertanz. Das Trio "Die Bittersüßen" trug mit Gesang und Krimi-Kurzgeschichten zum Gelingen der Veranstaltung bei. Helga Wohlers, Leiterin der Mittwochs-Gymnastikgruppe von Tura, und die "Hupfdohlen" zeigten die sportlichen und tänzerischen Fähigkeiten der jahrelang bei Tura turnenden Damen.

Ein besonderes "Highlight" bildete der Auftritt der Synchronkunstturnerinnen Roswitha Wahl und Renate Recknagel von Bremen 1860, beide mehrfache deutsche Meisterinnen ihrer Altersklassen. Für das leibliche Wohl sorgte Vereinswirt Jasmin Nanic.

Weitere Informationen über das umfangreiche Sport- und Reiseangebot der Tura-Senioren unter:
http://www.tura-bremen.de/seniorenturnen.html

Chicas Locas
Die "Chicas Locas" unterhielten mit einer temperamentvollen Tanzeinlage

 

Hupfdohlen
Die "Hupfdohlen" von der Damen-Gymnastikgruppe

 

Bhutan: Eine Reise ins Land des Donnerdrachens

Schule in Chendebji (Bhutan)
Turas Sportlehrerin Sabine Vaje leitet eine Bewegungseinheit an der Schule in Chendebji (Bhutan).

Tura-Sportlehrerin Sabine Vaje leitet Bewegungseinheit in Chendebj

Ihren Urlaub nutzte Turas Sportlehrerin Sabine Vaje, um mit einer Gruppe von neun Frauen und einem bhutanischen Lama, in das "Land des Donnerdrachens" aufzubrechen. In Bhutan, am Fuße des Himalaya liegend, leben knapp siebenhunderttausend Einwohner. Der Alltag der Bevölkerung ist geprägt vom Buddhismus und der Verehrung für ihren König Jigme Khesar Namgyel.

Die Anzahl der Touristen, die Bhutan seit 1974 jährlich besuchen dürfen, ist begrenzt. Die Gruppe um Sabine Vaje konnte sich glücklich schätzen zu diesen "Auserwählten" zu gehören. Die Anreise führte über Hamburg nach Istanbul. Nach einem kleinen Zwischenstopp erfolgte der Weiterflug in Richtung Indien. Von New Delhi aus ging es dann nach Bhutan. Ankunft in Paro, einer kleinen Stadt im Westen des Landes. "Empfangen wurden wir vom Lama Tsultrim, der sich bereits ein paar Wochen vor uns auf den Weg in seine Heimat gemacht hat. Seit zehn Jahren in Ganderkesee lebend, reist er jährlich mit einer Gruppe nach Bhutan", erinnert sich Sabine Vaje an die besondere Reise.

Mit dem Kleinbus durch Zentral-Bhutan führte der Weg auch in das Dorf Chendebji, aus dem Lama Tsultrim stammt. Hier blieb die Gruppe drei Tage. "Die Bhutaner sind sehr gastfreundlich", erlebte Sabine Vaje. Erst seit 2006 gibt es im Dorf mit seinen 30 Häusern und einer Schule Strom. "Die Lebensverhältnisse sind zwar einfach, aber die Menschen wirken zufrieden, das ist überall im Land des Donnerdrachens spürbar", so Turas Sportlehrerin.

Der Besuch der Schule in Chendebji zählte zu den besonderen Erlebnissen der Reise. Fünfzig Kinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren gehen hier zur Schule. Sie nehmen dafür zum Teil einen Fußweg von zwei Stunden auf sich. Das Transportsystem ist erst im Aufbau und Radfahren im Himalaya hat keine Tradition. Hier geht man zu Fuß.

Mit dem warmen Schulessen gehört Chendebji zu den besonderen Schulen im Land. Vor zwei Jahren entstand die Idee einer Stiftung. Ein halbes Jahr später wurde der "Förderverein für das unabhängige Königreich Bhutan e.V." gegründet. Mittels Spenden konnten Lebensmittel gekauft und ein Koch eingestellt werden. In einem kleinen Nebengebäude wurde ein Küchenplatz mit zwei Feuerstellen am Boden und zwei großen Kochtöpfen geschaffen. Seit dieser Zeit sind die Anmeldezahlen in der Schule gestiegen, denn für die Eltern ist es gut zu wissen, dass die Kinder warmes Essen bekommen

Neben dem Dzongka, der bhutanischen Sprache und Schrift, wird in Bhutan auch Englisch gesprochen. Sabine Vaje hatte somit die besondere Gelegenheit, den Kindern und Lehrerinnen Sport anzubieten: "Das war ein ganz besonderer Tag und Spaß, für alle Beteiligten. Hüpfen, springen, Arme hoch, Klatschen, Tönen, rechts und links herum drehen, Lachen", erinnert sich Sabine Vaje, die bei Tura die Gesundheitswerkstatt und zahlreiche Kurse leitet, im Nachhinein besonders gern.

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Blick auf das Dorf Chendebji (Bhutan)

TURA übernimmt Sportplatzpflege auf der Bezirkssportanlage

Das Sportamt hat Tura Bremen die Sportplatzpflege auf der Bezirkssportanlage Gröpelingen an der Lissaer Straße übertragen. Der Umweltbetrieb Bremen ist nicht mehr zuständig für die Sportplatzpflege.

Gemeinsame Plakataktion gegen rechte Szeneläden

Wir wollen keinen Nazi-Laden! Unter diesem Motto sprachen sich über 40 Bremer Organisationen, Einrichtungen, Vereine und Initiativen auf einer gemeinsamen Plakatwand in der Faulenstraße öffentlich gegen die Verbreitung rechtsextremer Geschäftsstrukturen in Bremen aus. Neben Tura Bremen gehörten auch der Landessportbund, die Gröpelinger Sportmeile und der Gesundheitstreffpunkt West zu den Unterstützern. Die Plakatwand war zu sehen in der Faulenstraße, links vom Laden "Sportsfreund", Höhe Fernsehturm.

[Download der Pressemitteilung mit einer Liste der Unterzeichner]

Plakatwand in der Faulenstraße
Die Plakatwand in der Faulenstraße

Tura fordert Radwegsanierung im Pastorenweg

Der Turn- und Rasensportverein (Tura) fordert eindringlich die Renovierung des Radweges im Pastorenweg und stellt sich damit hinter die Forderung des Gröpelinger Beirats. "Wie für die Anwohner muss auch für unsere Sportler, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen, die in der Schulturnhalle am Pastorenweg ihren Sport ausüben und mit dem Fahrrad kommen, die notwendige Verkehrssicherheit endlich wieder hergestellt werden", begründet Heinz Baumer den Appell des Tura-Präsidiums an das Amt für Straßen und Verkehr (ASV).

Die vom ASV geplante "Verbannung" von Radfahrern auf die Straße sei völlig unverständlich. Aufgrund des Belages drohten schwere Stürze. Der Pastorenweg werde schon heute durch die parkenden Autos derart eingeengt, so dass beientgegenkommenden Autos das Vorbeifahren besonders risikoreich sei, so Baumer.

Arbeitszeitverlängerung ist unsportlich

Titelblatt AK-Arbeitszeitbroschüre

Den Zusammenhang von Arbeitszeit und Ehrenamt am Beispiel Sport diskutierten Prof. Sebastian Braun von der Uni Paderborn und Dirk Bierfischer, Präsident von TURA, auf einer Veranstaltung der Arbeitnehmerkammer im Rahmen der Reihe "Mehr arbeiten - weniger leben?". Bierfischer stellte die aktuellen Schwierigkeiten im Sport aufgrund von Arbeitszeitverlängerung und -flexibilisierung dar.

Eine Broschüre der Arbeitnehmerkammer gibt jetzt die Beiträge der ReferentInnen der Veranstaltungsreihe wieder. Sie ist (für Mitglieder der Arbeitnehmerkammer kostenlos) auf den Geschäftsstellen der Kammer gedruckt erhältlich und kann als PDF-Datei (810 kB) von der Website der Kammer heruntergeladen werden.

Einen Auszug mit dem Beitrag von Dirk Bierfischer stellen wir hier zum Download (PDF, ca. 305 kB) bereit.

Anerkannte Bewegungskooperation Kindertagesheim Gröpelingen und Tura

Urkunde Anerkannter Bewegungskindergarten
Urkunde 'Anerkannter Bewegungskindergarten Tura und Kindertagesheim Seewenjestraße', Foto: Ekkehard Lentz

Im Kaminsaal des Bremer Rathauses wurden jetzt zehn neue Bewegungskooperationen zwischen Sportvereinen und Kindertageseinrichtungen aus Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven durch Ingelore Rosenkötter, Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales ausgezeichnet. Aus dem Bremer Westen dabei: der Sportverein Tura und das Kindertagesheim Gröpelingen in der Seewenjestraße sowie der TV Bremen/Walle 1875 und dasKinderhaus Schnecke.

39 zertifizierte Kooperationen zwischen Sportvereinen und Tageseinrichtungen für Kinder (TfK) gibt es derzeit in Bremen. Das Projekt "Anerkannter Bewegungskindergarten" wird unter anderem vom Landessportbund (LSB) Bremen, der Bremer Sportjugend, dem Bremer Turnverband, der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, dem Verband der Kinder- und Jugendärzte Bremen und dem Gesundheitsamt Bremen seit 2003  durchgeführt und finanziell von der AOK Bremen/Bremerhaven und der Unfallkasse Bremen unterstützt. Mit der regelmäßigen Bewegungsstunde und dem Aufbau von Patenschaften zwischen Sportvereinen und Tageseinrichtungen für Kinder soll der Bewegungsarmut von Kindern und deren Folgen entgegengewirkt werden. Mit gezielten qualifizierten Bewegungsangeboten wird die körperliche und geistige Weiterentwicklung der Kinder  gefördert.

Voraussetzungen zur Teilnahme am Projekt sind eine Kooperation der Kindertageseinrichtungen mit mindestens einem Sportverein, der Mitglied im LSB Bremen ist, ein geeigneter Bewegungs- oder Mehrzweckraum zurDurchführung von Bewegung, Spiel und Sport sowie ein entsprechend gestaltetes Außengelände im nahen Umfeld zur Nutzung und mindestens vier Bewegungsstunden (je 45 Minuten) in der Woche, die in derKindertageseinrichtung, im Sportverein, Schwimmbad, auf Außen- oder Freiflächen durch qualifizierte  Übungsleiterinnen und Übungsleiter durchgeführt werden können.